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Fachanwalt

Das Prinzip der Spezialisierung in unserer Kanzlei

Stetige Gesetzeserweiterungen, der Erlass nationaler und internationaler Verordnungen sowie die permanent im Wandel befindliche Rechtsprechung führen dazu, dass die Anforderungen an einen Rechtsanwalt immer umfangreicher werden. Durch die dauernde Rechtsfortbildung wird nahezu jedes Rechtsgebiet zur Spezialmaterie.

Um einen Mandanten seriös und richtig beraten zu können, ist es nach unserer Meinung erforderlich, Spezialisierung vorzunehmen. In unserer Kanzlei verfolgen wir seit Jahrzehnten dieses Prinzip. Jeder Anwalt in unserer Kanzlei verfügt in bestimmten Rechtsgebieten über besondere und vertiefte Spezialkenntnisse, mit denen die Fallbearbeitung auf hohem Niveau für den Mandanten gewährleistet ist. Wir bieten für eine Vielzahl von Rechtsgebieten individuelle Ansprechpartner.

Daher stellen wir in unserer Kanzlei auch Fachanwälte für wichtige Gebiete wie Erbrecht (RA Dr. Dolle, RA'in Dr. Heidenreich), Familienrecht (RA Dr. Kämper), Arbeitsrecht (RA Schmidt) sowie Miet- und Wohnungseigentumsrecht (RA Schmidt).

 

Was zeichnet einen Fachanwalt aus?

Die Bezeichnung Fachanwalt ist ein einem Rechtsanwalt verliehener, geschützter Titel, der dem Nachweis dient, auf einem bestimmten Rechtsgebiet über besondere Kenntnisse und Erfahrungen zu verfügen. Die Voraussetzungen zum Erwerb und Führen des Fachanwaltstitels sind in der Bundesrepublik Deutschland geregelt in der Fachanwaltsordnung (FAO). Der Fachanwaltstitel ist nicht zu verwechseln mit häufig irreführend verwendeten Begriffen wie „Spezialist für...“ oder „Anwalt für ...“.

Die Berechtigung zum Führen der Fachanwaltsbezeichnung wird von der zuständigen Rechtsanwaltskammer (hier: Rechtsanwaltskammer Hamm) verliehen. Hierzu haben die jeweiligen Rechtsanwaltskammern Fachausschüsse gebildet, die mit Rechtsanwälten besetzt sind. Diese prüfen die Anträge auf Erlaubnis zum Führen einer Fachanwaltsbezeichnung und geben ein Votum gegenüber dem Vorstand der jeweiligen Rechtsanwaltskammer zur Entscheidung über den Antrag ab.

Ein Rechtsanwalt darf maximal zwei (seit dem 1. September 2009 drei) Fachanwaltsbezeichnungen führen. Zu deren Erwerb muss er innerhalb der letzten sechs Jahre vor Antragstellung mindestens drei Jahre als Rechtsanwalt zugelassen sein und nachweisen, auf dem betreffenden Rechtsgebiet über besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen zu verfügen. Als Nachweis der besonderen theoretischen Kenntnisse werden in der Regel die Teilnahme an einem 120 Stunden umfassenden Kurs, drei bestandene Leistungskontrollen (mit in der Regel fünfstündigen Klausuren) gefordert. Zusätzlich kann ein „Fachgespräch“ (mündliche Prüfung) verlangt werden, wenn dies nach dem Gesamteindruck des Fachanwaltsausschusses notwendig erscheint. Zum Nachweis der praktischen Erfahrungen ist eine bestimmte Anzahl von bearbeiteten Fällen aus dem jeweiligen Fachgebiet nötig (z.B. im Familienrecht 120 Fälle, davon die Hälfte gerichtliche Verfahren).

 

Ständige Fortbildung eines Fachanwalts

Ab dem Jahr, das dem Besuch des Fachanwaltskurses folgt, muss sich der Rechtsanwalt jährlich auf dem Gebiet der Fachanwaltsbezeichnung fortbilden, indem er mindestens 10 Seminarstunden hörend oder dozierend ableistet oder eine wissenschaftliche Publikation auf dem entsprechenden Fachgebiet veröffentlicht.

 

Daten

Nach einer Statistik der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) hatten zum 1. Januar 2008 rund 22% der in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte einen Fachanwaltstitel erworben. Insgesamt gab es in der Bundesrepublik 32.747 Fachanwälte (Stand: 2008). Zwei Fachanwaltstitel werden von bundesweit 5.440 Rechtsanwälten geführt.

Nach einer vom Soldan Institut vorgestellten Studie spielt die Spezialisierung durch Fachanwälte für 80 Prozent der befragten Mandanten bei der Anwaltssuche eine große Rolle.